Fehmarn liegt in der westlichen Ostsee im Übergang zwischen Kieler Bucht (westlich/südwestlich), Mecklenburger Bucht (östlich/südöstlich), Fehmarnbelt (nördlich) und Fehmarnsund (südlich).
Frage 1: In der Regel kann man davon ausgehen, dass im gesamten Revier in +- 30sm ein Sportboothafen erreichbar sein sollte. Wie weit ist der Radius tagsüber von Fehmarn aus?
Kieler Bucht
Möchte man in Richtung Kiel, Schlei, Flensburger Förde oder nach Dänemark segeln, so sind die Schießgrenzen und -zeiten Putlos und Todendorf zu beachten.
Das Befahren des Schießgebietes ist während der Schießzeiten verboten, außerhalb der Schießzeiten darf man durchfahren. Mögliche Schießzeitänderungen werden durch Signale der Warnstellen angezeigt. „Es erfolgt täglich (Montag – Freitag), um 07:30; 11:00 und 15:30 Uhr, in Ausnahmefällen Samstag um 07:30 und 11:00 Uhr, eine Durchsage zu den aktuellen Gefahrenbereichen auf Kanal 11. Jeweils 5 Min vorher erfolgt eine Ankündigung auf Kanal 16. Detaillierte Informationen geben die Sicherungsfahrzeuge.
Frage 2: Wo bekomme ich den die aktuellen Schießzeiten her?
Möchte man Richtung Dänemark segeln ist die Dänische Südsee meist das erste Ziel. Die Häfen Marstal auf Aero oder Bagenkop auf Langeland sind in der Regel die ersten Anlaufhäfen und dadurch an Wochenenden meist durch Chartergäste sehr voll.
Mecklenburger Bucht
In der Mecklenburger Bucht entlang der Küste sind einige Yachthäfen zu finden. Beispiele hierfür sind Großenbrode, Grömitz, Neustadt auf der westlichen Seite, südlich ist Lübeck, Wismar und die Insel Poel. Östlich Kühlungsborn und einige Sportboothäfen in Rostock. Die Strecke Rostock – Rügen sind mehr als 30 sm und es gab lange keinen Sportboothafen auf dieser Strecke. Einzig einen Nothafen (Darßer Ort), der aber immer wieder zur Versandung neigte.
Frage 3: wie steht es zur Zeit um den Nothafen Darß Ort und was ist heute die Alternative?
Möchte man Richtung Dänemark segeln ist Gedser auf der Insel Falster in der Regel der erste Anlaufhafen und dadurch an den Wochenenden durch Chartergäste meist sehr voll.
Fehmarnbelt
Der Fehmarnbelt ist in der Regel eher weniger durch Sportboote befahren. Einerseits liegt es daran, dass es auf der Nordseite von Fehmarn aber auch auf der Südseite der Insel Lolland keine Sportboothäfen gibt andererseits ist der Fehmarnbelt einer der meistbefahrenen Strecken in der Ostsee. Entweder fahren die „großen Dampfer“ aus dem NOK den Kiel-Ostsee weg in der Regel Richtung Osten oder umgekehrt. Alle anderen die nicht den NOK fahren wollen oder dürfen (wie z. B. zur Zeit die russische Marine), müssen den Fehmarnbelt fahren und dann zwischen Langeland und Falster, um Skaen herum in die Nordsee.
Des Weiteren gibt es eine regen Fährverkehr zwischen Puttgarten / Fehmarn und Rodby / Lolland sowie Fähren und Kreuzfahrschiffen von den verschiedensten Destinations.
Durch den Bau des Fehmarnbelt Tunels gibt es Sperrgebiete die zu beachten sind und zusätzlicher Schiffsverkehr denen wir meist ausweichen müssten.
Frage 4: Wie verhalte ich mich bei Fähren, wenn wir Segler sind?
Frage 5: Wo bekomme ich Infos über Sperrgebiete?
Fehmarnsund
Der Fehmarnsund wird unser Revier für diese Woche sein, deswegen werden wir uns diesen genauer anschauen.
Der Fehmansund wird durch die Fehmarnsundbrücke geteilt. Hat man zu viel Höhe und passt dadurch nicht unter der Fehmarnsundbrücke durch bleibt einen nichts anderes übrig als den Umweg über den Fehmarnbelt zu segeln.
Möchte man vom westlichen Teil in den östlichen Teil oder umgekehrt gibt es auf beiden Seiten ein befeuertes Fahrwasser. Außerhalb des Fahrwassers wird es relativ schnell flach und es sind mit Steinen zu rechnen. Auch Reviererfahrene Segler fahren hier lieber im Fahrwasser um Schäden zu vermeiden.
Möchte man Richtung Burg auf Fehmarn, so sollte man immer ein Blick auf die Tiefe haben. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man das Fahrwasser bis zum Ende verfolgt und dann Burg 1 ansteuert. Ansonsten können die Tiefen auch mal schnell unter 2 Meter sinken.
Frage 6: Wieviel Abstand zum Ufer sollten wir mindestens einhalten und welche Linie kann ich zum navigieren hierfür mitbenutzen?
Den westlichen Teil kann man in drei Teile aufteilen. Den östlichen Teil vor der Brücke, den nördlichen Teil die Orther Bucht und den südlichen Teil Heiligenhafen.
Alle drei Teile haben gemeinsam, dass es hier sehr schnall flach werden kann, man auf Tiefen achten sollte und sich im Fahrwasser genau aufhalten sollte. Die Brücke wurde ja beschrieben und das gleiche gilt in die Häfen Richtung Orth und Lemkenhafen. Teilweise neigt die Einfahrt zur Versandung also nicht schnell fahren und immer ein Blick auf die Tiefe. Das vorgelagerte Gebiet am Flügge Leuchtturm ist Naturschutzgebiet. Auch hier verändert sich Topographie und Tiefen regelmäßig. Also auf den Abstand achten!
Frage 7: Schau dir die Orther Bucht mal genauer an. Können wir mit unserem Boot in den Orther Hafen? Wie sieht es mit Lemkenhafen aus?
Heiligenhafen hat vorgelagert die Graswarder. Auch diese neigen zur Versandung und werden durch Kardinalszeichen eingegrenzt.
Frage 7: Schau dir die Graswerder genauer an. Welche Kardinalzeichen siehst du und wie müssen wir uns verhalten? Sind die Kardinalszeichen auch für uns, oder können wir „abkürzen“?
Das Fahrwasser in Richtung Heiligenhafen wird in einer gesonderten Aufgabe noch genauer betrachtet.
